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Kreisliga - Handball

SC 1920 Unterbach vs. HSG Jahn 05/SC West II
32 : 27

SCU-Handballspieler können auch schwierig

Als der Ball die Hand von Elmar Hasan-Zada verließ, begann der spektakuläre Höhepunkt einer Handballpartie, die unterhaltsam, interessant und nervenaufreibend war – und das auch für die Fans auf der Tribüne. Gut 15 Meter  legte die „Pille" auf ihrem Weg Richtung Linksaußen-Position zurück. Dort hatte sich Marcus Schmidt in die Luft geschraubt, den Ball im Sprung gefangen und humorlos zum 32:27 (15:14)-Sieg versenkt.Die fünf Treffer Unterschied spiegeln nicht die harte Arbeit wider, die das SCU-Team auf dem Weg zum siebten Sieg im siebten Punktspiel bewältigen musste. Nach Abpfiff ging Uli Mergemeier erst ein paar Schritte und atmete dann sehr, sehr tief aus. „Das war der bislang härteste Gegner", sagte der SCU-Trainer, der lange brauchte, um die Anspannung abzubauen. „Wir mussten erstmals richtig schwitzen", sagte Kreisläufer-Hüne Rainer Stürmer, der drei Treffer zum Erfolg beisteuerte.  „Wir spielen noch zu statisch im Rückraum, müssen mehr aus der Bewegung kommen", kritisierte Rückraum-Ass Elmar Hasan-Zada, der achtmal erfolgreich war, einige gute Anspiele an den Kreis zeigte, aber auch mehrmals am guten Gäste-Schlussmann scheiterte. Das Jahn/West-Team machte rasch deutlich, wieso es in der Vorwoche gegen den damaligen Tabellen-Dritten SG Unterrath II mit 26:24 gewonnen hatte. Tempogegenstoß, zweite Welle, schnelle Ballpassagen vor der Abwehr – die 13:10-Führung nach 23 Minuten war verdient. Doch die letzten 67 Sekunden veränderten die Bilanz der ersten Halbzeit.  David Hasan-Zada, mit 17 Jahren der Benjamin des SCU-Teams, spielte Sascha Mück frei, dann spielte Linksaußen Philipp Müller einen Torraumpass an den Kreis, rief „Löles" Namen, der die Situation erkannte, seinen rechten Arm ausfuhr, den Ball griff und verwandelte.  Und als Elmar Hasan-Zada aus rund 15 Meter mit einem Gewaltwurf die 15:14-Führung perfekt machte, war dies das perfekte Futter für das Selbstbewusstsein.

Die Gäste zeigten sich allerdings unbeeindruckt.  16:20 (38.), 18:23 (43,), 21:26 (48.) -  der Tabellenachte schlug zurück, war 5:35 Minuten später beim 25:27 wieder in Schlagdistanz. Gut, dass Merlin Schwertner nach seiner Einwechslung beim Stand von 22:18 sofort einen Strafwurf parierte (später hielt er noch einen weiteren) und seinen Vorderleuten damit einen dringend nötigen Schub verpasste. Tobias Demes und Marcus Schmidt beruhigten mit ihren Treffern zum 29:25 die Nerven von Spielern, Trainern und Fans. Eine große Baustelle zeigte sich im Jahn/West-Spiel – der Weg zurück in die Defensive, das Umschalten vom Angriff- in den Abwehrmodus, ist noch weit weg von der Perfektion. Die „leichten" Gegentore können in den kommenden Partien weh tun.Und so war sogar noch Platz für einen spektakulären Schlusspunkt – ehe es Zeit wurde für das Martinsgansessen im Stammlokal „Nostalgia/Zur Delle". 

In zwei Wochen wartet die Partie beim Tabellenvierten HSG Neuss/Düsseldorf 4. Am Samstag, 7. Dezember,  kommt die ebenfalls noch unbesiegte Fortuna II in die Halle der Carl Sonnenschein Schule (Anwurf: 18 Uhr). Und am 15. Dezember fordert der Tabellendritte SG Monheim unser Team.  

SC Unterbach: Alexander Kamper (1. bis 13.), Wolfgang Grabbe (13. bis 43.), Merlin Schwertner (43. bis 60). - David Hasan-Zada (5), Philipp Müller (2), Stefan Thum, Tobias demes (2), Sascha Mück (5/dabei einen von zwei Strafwürfen verwandelt), Rainer Stürmer (3), Marcus Schmidt (5), Oliver Wacker (1), Nils Perpeet (1), Thomas Kuberski, Elmar Hasan-Zada (8/einen Strafwurf vergeben).Diesen Text markieren und Spielbericht einfügen!