Ausgeglichenheit soll SCU-Trumpf sein

Von Jürgen Nitsch

Nach fünfwöchiger Spielpause geht es am kommenden Samstag (15. November) weiter für die Handballer des SC Unterbach. In der heimischen Sporthalle der Carl-Sonnenschein-Schule trifft die Mannschaft von Spielertrainer Sascha Mück ab 18 Uhr die Drittvertretung des Neusser HV – eine 'Wundertüte. „Sie sind schwer einzuschätzen, da man nie weiß, welche Akteure sie aufbieten“, sagt Mück über den – in dieser Saison noch sieglosen – Gegner.

„Die bisherigen Ergebnisse sind nicht aussagekräftig, da die Neusser in wechselnden Besetzungen antreten“, warnt der SCU-Coach seine Schützlinge davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, zumal die bisherigen Gegner allesamt zu den Top 5 der Tabelle gehören.

SCU-Coach Sascha Mück muss wieder improvisieren

Dazu kommt, dass auch der SCU einmal mehr nicht in Bestbesetzung antreten kann. In Florian Altegoer, Goran Brozovic und Sascha Huber fehlen erneut drei Stammspieler, was Mück aber nicht so schlimm findet. „Unsere Stärke ist unsere Ausgeglichenheit, da müssen eben wieder einmal andere Leute in die Bresche springen.“ Was angesichts der positiven Bilanz von 5:3-Punkten aus den vier absolvierten Partie bislang gut funktioniert hat.

Linksaußen Philipp Müller traf am häufigsten

Diese Ausgeglichenheit zeigt sich auch in der Zwischenbilanz: Mit 17 (von insgesamt 104 der gesamten Mannschaft) Treffern ist Linksaußen Philipp Müller der erfolgreichste Torschütze des SCU. Verzeichnet eine Erfolgsquote von 65 Prozent (26 Versuche). Mit je 16 Toren sind Alex Michels (72 %) und Tobias Demes (48 %) die Nummer zwei der Scorerliste, gefolgt von Moritz Kaiser (11 Tore bei 22 Würfen/50 %). Dennis Burghardt (43 %), Florian Altegoer (45 %) und Goran Brozovic (67 %) trafen je zehnmal.

Die effektivsten Schützen waren allerdings andere: Allen voran David Schumann, der seinen einzigen Wurf verwandelte – und entsprechend eine Quote von 100 Prozent aufweist. Immerhin 83 Prozent seiner Versuche (5 von 6) nutzte Spielertrainer Mück. Während sich auch Niklas Schmidt (7 von 12, 58 %) und Sascha Huber (1 von 2, 50 %) am Torsegen beteiligten, warten Gregor Kurpiela sowie die Stand-by-Spieler Manfred Spiegler und Dirk Lange noch auf ihr erstes persönliches Erfolgserlebnis.

Torwart-Oldie Ralf Nöthlings mit einer Top-Quote

Abschließend zum Thema Quote: Ralf Nöthlings, der 232 der bisherigen 240 absolvierten Minuten zwischen den Unterbacher Pfosten stand, weist eine Erfolgsrate von mehr als 45 Prozent auf. 82 der 181 auf sein Tor abgegebenen Würfe, parierte der SCU-'Oldie, but Goldie' – von ähnlichen Quoten können die Bundesliga-Torwart-Profis nur träumen.